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Description du marché
Baugeschichte Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus findet sich zur Einweihung der neu errichteten vierjochigen Pfeilerbasilika nach den Mühldorfer Stadtbrand in 1285. Von dieser sind auch heute noch der Westturm mit romanischen Portal und Vorhalle erhalten. Es wird vermutet, dass es bereits Vorgängerbauten gab. 1768 stürzte nach Bauarbeiten im Hauptschiff das Gewölbe und die Südwand ein. Aufgrund von Baufälligkeit der restlichen Tragkonstruktion musste ein großer Teil des Kirchenschiffs daraufhin abgerissen werden. Am romanischen Kirchturm wurde bei einem Blitzschlag die Turmpyramide zerstört und der Turmhelm wurde zur heutigen Kuppelform umgestaltet. Nach dem Bau der neuen Kirche 1769/70 malte Johann Martin Heigl, Schüler und Mitarbeiter von J. B. Zimmermann, bereits 1771 die Deckengemälde im Chor und Kirchenschiff. Die imposant hochgewölbte Kuppel mit einem Durchmesser von mehr als 14 m prägt den heutigen Kirchenraum und trotz all seiner barocken Gliederung mit Pilastern, Kranzgesimsen und ausgestalteten Friesen ist auch heute noch die gotischen Grundstruktur ablesbar. Von besonderer Bedeutung sind die hochwertig gefertigten Altäre aus Marmor und die sogn. Bäckerkapelle. Somit blickt die Pfarrkirche St. Nikolaus auf eine bewegte umfangreiche Baugeschichte mit vielen Um- und Anbauten in den unterschiedlichsten Epochen zurück. Renovierungsmaßnahmen fanden im vergangenen Jahrhundert folgend statt: 1945-48 Innenrenovierung, nach der Beseitigung vom Hausschwamm wurde 1962 eine Fassadensanierung durchgeführt (inkl. „Trockenlegung“ ´System Brannekämper972 wurden Raumschale und Altäre restauriert, 1978 erfolgte der Einbau der Warmluftheizung, 1992 wurde der behindertengerechte Zugang hergestellt. Planung Die erste Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Mühldorf basiert auf dem Planungsauftrag aus 1997. Diese HU Bau wurde von 2016 bis 2021 überarbeitet. Somit liegen bereits zahlreiche Gutachten und Untersuchungen, sowie teils aufwendig ausgearbeitete Musterachsen zur Überarbeitung Fassade, Raumschale und Ausstattung aus vergangenen Jahrzehnten vor. Die Gesamtinstandsetzung beinhaltet die statische Instandsetzung der Dach- und Deckenkonstruktion incl. Dachhaut, eine Fassadensanierung (Naturstein, Putze, innen & außen, lt. Musterachse), eine umfassende Erneuerung der Haustechnik (ELT und HLS) und die Restaurierung des Innenraumes incl. Ausstattung. Die bereits 1998 erstellte Musterachse an der Südfassade zeigt die umfangreiche Überarbeitung der Fassaden. Die Planung umfasst die Instandsetzung des Sockelbereichs incl. Rückbau ´System Brannekämper´, die Überarbeitung der Fenster und die Restaurierung der Putzfassaden in Kalktechnik. Im Innenraum zeigen die Musterachsen aus 1998 und 2016 eine konservatorische Restaurierung der Oberflächen. Vorab: Raumschale, Deckenbildern und historischer Ausstattung (Altäre, Bilder, Figuren, Leuchter) orientieren sich an der konzeptionellen Fassung, eventuell eine Modifikation der Farbgebung in einer technisch hochwertigen Restaurierung. Die Stuckarbeiten beinhalten Sicherungen und Teilfestigungen. Die genaue Ausarbeitung der Leistungsbeschreibung der erstellten Musterachsen bedarf jedoch der Wiederinaugenscheinnahme und Überprüfung des heutigen Zustandes. Dieser und das Restaurierungskonzept sind noch mit den Fachbehörden abzustimmen. Die haustechnischen Anlagen sind zu überarbeiten, bzw. zu erneuern: Heizungserneuerung (Heizzentrale im Nebengebäude, Umbau vorh. Warmluftheizung, Heizverteiler, Temperierung Sakristeien, etc.), Erneuerung Sanitär, Erneuerung Hausanschluss/Verteiler, Blitzschutz, Feuchteregulierung durch elektr. Lüftungssteuerung, Beleuchtung, Gehörlosenschleife, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung). Die Pfarrei wünscht die Umsetzung des 2. Vatikanischen Konzils und die Entfernung des provisorischen Volksaltars. Hierzu wird das Kunstreferat EOM den Entwurf zur künstlerischen Ausgestaltung der liturgischen Orte in Auftrag geben. Dieser ist in die Planung der Innenrenovierung mit zu berücksichtigen (Abstimmung Statik, Haustechnik, Zeitplan). Nun soll die Gesamtinstandsetzungsmaßnahme der Pfarrkirche St. Nikolaus Mühldorf realisiert werden. Beim Pressetermin im vergangenen Jahr 2024 wurde in Mühldorf der Wunsch geäußert, folgende Termine in der Zeitplanung zu berücksichtigen: am 15. August 2025 feiert die Pfarrkirche ihr 250jähriges Weihejubiläum, im Jahr 2035 feiert die Kreisstadt Mühldorf am Inn ihr 1100jähriges Stadtgründungsjubiläum.
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