Archäologische Ausgrabung "Alte Ellinghauser Straße 5-7" in Lindenhorst
Description du marché
Aufgrund der stetig steigenden Kinderzahlen in Dortmund hat die Stadt eine sehr hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt in TEK zu verzeichnen. Darüber hinaus haben seit dem 01.08.2013 alle Kinder ab der Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Um den dargestellten Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Stadt Dortmund durch Vereinbarung von Versorgungszielen den weiteren konsequenten Ausbau der Betreuungsangebote festgelegt. Dafür soll zur bedarfsgerechten Erfüllung der stetig steigenden Nachfrage, das vorhandene Angebot an TEK-Betreuungsplätzen in den nächsten Jahren weiterhin durch städtische Eigenrealisierungen sowie durch Bauvorhaben privater Investoren auf städtischen und privaten Grundstücken erneut erhöht werden. Unter anderem hat die Stadt Dortmund dafür in Dortmund Lindenhorst die Liegenschaft an der Alten Ellinghauser Straße 5-7 von der ev. Kirchengemeinde erworben, um dort eine TEK zu errichten. Die Liegenschaft blickt auf eine lange wechselhafte Geschichte zurück, die mindestens bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts reicht: Die ev. Kirche Lindenhorst wurde 1911 an den noch erhaltenen mittelalterlichen (Wehr-)Turm gebaut. Dieser viergeschossige Turm, der Teil der ehemaligen Burgkapelle des Grafen Lindenhorst war, wurde bereits 1150 erbaut. Neben seiner späteren Funktion als Kirchturm, war der ursprüngliche Anlass für die Erbauung des Steingebäudes der Bedarf von Wehranlagen zum Schutz des Adelssitzes. Vor diesem Hintergrund darf trotz einer bescheidenen historischen Quellenlage davon ausgegangen werden, dass sich neben Bodendenkmalen, die im Kontext von Kirche und Bestattungen zu stehen, auch solche Relikte unter Flur erhalten haben, die Zeugnisse des ehemaligen Adelssitzes der Grafen von Lindenhorst sind. Es muss damit gerechnet werden, dass durch die geplanten Bodeneingriffe auf dem Grundstück neben Bestattungen, u.a. bauliche Strukturen eines älteren Kirchenbaus, auch Mauern o.ä. vorgefunden werden, die im Zusammenhang mit dem Wehrturm stehen. Aus diesem Grund soll auf dem Baufeld eine bauvorgreifende archäologische Ausgrabung und im Bereich der zu erneuernden Versorgungsleitungen, der Regenrückhaltung und des Fettabscheiders eine baubegleitende archäologische Grabung erfolgen. Diese in zwei Teile gestaffelte Maßnahme ist Gegenstand dieser Ausschreibung. Der vorgesehene Ausführungszeitraum für die archäologische Ausgrabung ist von Anfang Dezember 2024 bis vrsl. Ende März 2025 geplant. Die archäologische Begleitung der Installation der Versorgungsleitungen, der Regenrückhaltung und des Fettabscheiders wird voraussichtlich in Q3-4 2025 erfolgen.
Pouvoir adjudicateur
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