Ausstellungsgestaltung Südlicher Verbinderbau (SVB)
Description du marché
Im Rahmen der Instandsetzung von Schloss Wilhelmshöhe saniert das Land Hessen zurzeit die Gebäudeteile Weißensteinflügel (WSF) und Südlicher Verbinderbau (SVB). Haushaltsrechtlich genehmigt sind hierbei die Instandsetzung der Gebäudehülle von Weißensteinflügel und südlichem Verbinderbau, sowie die Inneninstandsetzung des südlichen Verbinderbaus. Die nach der Instandsetzung vorgesehene Nutzung des Südlichen Verbinderbaus zu Ausstellungszwecken auf zwei Etagen, erfordert eine entsprechende Ausstellungsgestaltung. Hierzu liegt die bereits abgestimmte Grobkonzeption eines Ausstellungsgestalters vor, an die in der weiteren Planung anzuknüpfen ist. Das Konzept wird nach dem Teilnahmewettbewerb, in der zweiten Stufe des Verfahrens, als Grundlage an die ausgewählten Büros verteilt. Die Ausstellungsfläche beträgt ca. 350m². Ziel der geplanten Ausstellung ist es, den Besuchern von Schloss Wilhelmshöhe einerseits einen Einblick in die Bau- und Nutzungsgeschichte dieses bedeutenden Kulturdenkmals zu vermitteln (EG), andererseits soll an diesem Beispiel auch vertiefend informiert werden über das höfische Leben einer typischen Residenz des 18. Jahrhunderts (1. OG). Die Ausstellung im Erdgeschoss folgt einer chronologischen Gliederung über mehrere Jahrhunderte. Architekten und Bauherren werden im Zusammenhang ihrer jeweiligen Epochen vorgestellt. Im Zentrum der Ausstellung stehen vor allem Dokumente, Texte und Fotos, die durch Leuchtkästen präsentiert werden sollen. Ergänzt werden die Grafiken durch ausgewählte Objekte, die in Vitrinen präsentiert werden sollen. In den vier aufeinander folgenden Räumen des 1. Obergeschosses soll ein idealtypisches Apartment des Empire (1799- 1815) nachgestellt werden, bestehend aus Vorzimmer, Thronsaal, Schlafzimmer und Kabinett. Die Möbel stammen teilweise aus dem geretteten Bestand des ehemaligen Residenzpalais in der Kasseler Innenstadt, das im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurde. Ergänzend werden Öfen, Leuchter, Gemälde, Skulpturen und Tapeten gezeigt. Die Ausstellung hat keine chronologische Gliederung, sondern zeigt herausragende Einzelobjekte im Zusammenhang der Lebensbereiche einer fürstlichen Residenz. Insgesamt soll ein "Wohncharakter" angedeutet werden, dennoch wird hier eine distanzierte museale Präsentation (z.B. Möbel auf Sockel) angestrebt, da die Möbel nicht der ursprünglichen Ausstattung der Räume entsprechen. Ergänzt werden sollen die Räume um Beschriftungen und Fotos, die die Möbel in ihrem ursprünglichen Zusammenhang und in den heute zerstörten, originalen Räumen zeigen.
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