Deutsche Bundesbank, Sanierung Tiefgarage im DG München, Fachplanung Technische Ausrüstung, Elektroplanung
Description du marché
Das Dienstgebäude (DG) der Deutschen Bundesbank an der Ludwigstraße 13 in 80539 München wird als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt. Das zugehörige Grundstück mit einer Gesamtfläche von ca. 6.800 m² befindet sich in zentraler Lage zwischen Altstadt und Maxvorstadt. Bei dem Anwesen handelt es sich um ein in die Denkmalliste eingetragenes Baudenkmal (Bayerischer Denkmal-Atlas, Aktennummer D-1-62-000-4103). Die im Jahr 1977 als Bestandserweiterung zum Hauptgebäude errichtete Tiefgarage besteht aus einem Stahlskelettbetonbauwerk auf elastisch gebetteter Gründungsplatte und umfasst zwei Untergeschosse (UG1 = "Hochkeller" und UG2 = "Tiefkeller"), welche über eine halbkreisförmig gewendelte einspurige Rampe miteinander verbunden sind. Auf der überschütteten Hochkellerdecke der Tiefgarage (= Decke über UG1) sind gepflasterte Parkplätze im Außenbereich angeordnet. Auf der Tiefkellerdecke der Tiefgarage (= Decke über UG2) befindet sich der Innenhof mit asphaltierten Erschließungswegen und Grünanlagen. Aufgabenbeschreibung: Im Rahmen von Bauteiluntersuchungen wurden erhebliche bauliche Mängel in der Tiefgarage identifiziert. Gemäß den hierzu vorliegenden baufachlichen Stellungnahmen wurden auch Schäden an tragenden Betonbauteilen und deren Bewehrung infolge von schadhaften Bauwerksabdichtungen sowie chloridinduzierter Korrosion fest-gestellt. Aufgrund dieser bereits erkannten Schädigungen der Tragkonstruktion wurden auf Empfehlung des Tragwerksplaners aus Sicherheitsgründen Stahlstützen zur provisorischen Verstärkung der betroffenen Decken eingebaut. Um die weiter voranschreitende Schädigung der bestehenden Bausubstanz mit Gefahrenpotenzial für die aktuelle Nutzung zu vermeiden, ist eine umfassende Sanierung der Tiefgarage geboten. Aufgabenbeschreibung (TGA, Elektro): Auf Grundlage des vom Objektplaners zu erstellenden Sanierungskonzepts für die Tiefgarage und Festlegung der erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen im Hochbau sind die betroffenen Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung im Bereich der Tiefgarage zu identifizieren und die hierfür erforderlichen Maßnahmen zu planen. Die vsl. betroffenen Komponenten und Maßnahmen sind nachfolgend aufgelistet: - Schutzmaßnahmen bzw. De- / Remontage mit (Teil-)Erneuerung der Brandmeldeanlage - Schutzmaßnahmen bzw. De- / Remontage mit (Teil-)Erneuerung der Elektroinstallationsanlagen - Schutzmaßnahmen bzw. De- / Remontage mit (Teil-)Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtungsanlage - Demontage und Erneuerung der Beleuchtungsanlagen (neue Beleuchtungsanlagen mit LED-Technik) - Demontage und Erneuerung der CO-Warnanlage - Erneuerung der Rampenheizung in Zufahrtsrampe von Einfahrt (EG) bis Innenhof (UG1) - Umbau und ggf. Erweiterung der gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für Elektromobilität nach den Vorgaben des GEIG, inkl. Errichtung von (zusätzlichen) Elektro-Ladestationen für (dienstliche) E-Kraftfahrzeuge sowie für E-Bikes in Abstimmung mit dem Auftraggeber bzw. Nutzer - Integration der bestehenden und ggf. erweiterten Ladeinfrastruktur in das Mess- und Zählkonzept des Dienstgebäudes, inkl. Herstellen einer Schnittstelle zur Gebäudeautomation für ein Lastgangmanagement. Das Energiemanagement der Bank ist in die Lösungsfindung mit einzubeziehen. Weiterer Bedarf kann sich im Zuge der Vor- und Entwurfsplanung ergeben und wäre ggf. noch zu ergänzen. Sofern infolge der umzusetzenden Maßnahmen das Brandschutzkonzept der Liegenschaft angepasst und fortgeschrieben werden muss, sind auch alle sich hieraus ergebenden Maßnahmen im Bereich der Tiefgarage im Rahmen des Bauprojekts mit umzusetzen. Besondere Leistungen: Neben den sich aus vorstehender Aufgabenbeschreibung ergebenden Grundleistungen nach HOAI sind auch nachfolgend beschriebene besondere Leistungen zu erbringen: Besondere Leistungen in LP 1: - Bestandsaufnahme: - Bestandsaufnahme vor Ort, inkl. Abgleich, ggf. erforderliche Aktualisierung und / oder Ergänzung der vorhandenen Bestandspläne (Grundrisse M 1:100 mit Darstellung Elektro-Haupttrassen, Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung sind als pdf und dwg vorhanden, weitere Bestandspläne zu bestehenden elektrotechnischen Anlagen liegen nicht vor) - Differenzierung der in der Tiefgarage vorhandenen elektrotechnischen Anlagen und Bauteile nach deren Funktion, d. h. ob diese zur Ver- bzw. Entsorgung der Tiefgarage selbst oder zur Ver- bzw. Entsorgung anderer Bereiche des Dienstgebäudes außerhalb der Tiefgarage dienen - Bewertung des aktuellen Zustands der zu demontierenden Bauteile, um festlegen zu können, ob diese wieder remontiert werden können oder durch neue Bauteile ersetzt werden müssen bzw. sollten Besondere Leistungen in LP 3: - Mitwirken bei einer vertieften Kostenberechnung: Aufstellen und Fortschreiben der Kosten für die technische Gebäudeausrüstung (hier: Elektrotechnik) nach DIN 276:2018-12 (anstatt DIN 276-1:2008-12) bis zur dritten Gliederungsebene und zusätzlich Aufstellen und Fortschreiben der Kostenberechnung nach den geplanten Vergabeeinheiten (parallele Darstellung). Kostenrahmen: Für die vorliegende Baumaßnahme wurde ein vorläufiger Kostenrahmen erstellt (Stand März 2024). Die hierfür vorläufig geschätzten Baukosten aus den Kostengruppen 200 bis 600 nach DIN 276-1:2018-12 belaufen sich auf ca. 4,48 Mio EUR netto, davon entfallen anteilig auf Kostengruppe 200: ca. 0,06 Mio EUR netto / Kostengruppe 300: ca. 2,97 Mio EUR netto (ohne Kosten aus mitzuverarbeitender Bausubstanz) / Kostengruppe 400: ca. 1,24 Mio EUR netto (ohne Kosten aus mitzuverarbeitender Bausubstanz), davon Anlagen Elektrotechnik: ca. 0,33 Mio EUR netto Anlagen Versorgungstechnik: ca. 0,91 Mio EUR netto / Kostengruppe 500: ca. 0,21 Mio EUR netto (ohne Kosten aus mitzuverarbeitender Bausubstanz)
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