Etablierung eines Forschungsschwerpunktes für eine klimaeffiziente Milchproduktion im Ökolandbau in Schleswig-Holstein
Description du marché
Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt verzeichnete die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein 2019 einen deutlich höheren Anteil an Treibhausgas (THG)-Emissionen. Hierfür sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Bundesweit hat Schleswig-Holstein zum Beispiel den höchsten Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche an der Landesfläche sowie die höchsten Rinderdichten je Flächeneinheit. Mit 47 % sind die Methanemissionen aus der Tierhaltung die größte Quellgruppe des Sektors Landwirtschaft. Obwohl der Ökolandbau durch den geringeren Einsatz von Düngemitteln, die weit gestellten Fruchtfolgen sowie die flächengebundene Tierhaltung im Allgemeinen geringere Treibhausgasemissionen je Flächeneinheit im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft erzeugt, kann die Erzeugung von Treibhausgasemissionen in der ökologischen Milchviehhaltung in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebskonzept ebenfalls ein Problem darstellen, insbesondere bei einer produktbezogenen Betrachtung. Da dem Sektor Milchviehhaltung in Schleswig-Holstein eine hohe Bedeutung zukommt, möchte das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein einen Auftrag zur Durchführung eines Forschungsvorhabens vergeben, in dem die Methanemissionen an Einzeltieren bei unterschiedlicher Grundfutterbereitstellung untersucht werden. Ziel ist es, Potentiale zur Minderung der Methanemissionen in der ökologischen Milchviehhaltung in Schleswig-Holstein in Abhängigkeit der Fütterung zu ermitteln. Im Rahmen des Auftrags soll ein Forschungsvorhaben zur klimaeffizienten Milchproduktion im Ökolandbau aufgebaut werden. Im Fokus stehen hierbei: • Die Schaffung von methodischen und technischen Voraussetzungen zur Untersuchung der Methanemissionen am Einzeltier in der ökologischen Milchviehwirtschaft in Schleswig-Holstein. Der Haltungsstandard der untersuchten Milchkühe muss den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen. • Quantifizierung der Methanemissionen an Einzeltieren in Abhängigkeit der Grundfutterbereitstellung in Form von mindestens schnittgenutztem Kleegras und der Beweidung von Grünland. • Wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens mit dem Ziel, ein Fütterungskonzept mit reduzierter Methanproduktion in der ökologischen Milchviehhaltung zu identifizieren. Dokumentation der wissenschaftlichen Untersuchungen und jährliche Meldung der Ergebnisse an das MLLEV bis 2027.
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