Generalplanerleistung - Berufungen Quantum Materials und Medizinphysik
Description du marché
Im Vorfeld zu o.g. Baumaßnahme wird die TU Dortmund eine Schadstoffsanierung sowie die Entkernung der Etage vornehmen. In diesem Zuge werden sämtliche Schadstoffe, Trennwände, Abhangdecken, Bodenbeläge, Türen und TGA-Installationen entfernt. Für die anschließende Herrichtung sollen im Zuge dieses Vergabeverfahrens die Leistungen zur Generalplanung für die Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI vergeben werden. Die Beauftragung soll in zwei Stufen LPH 1-7 und LPH 8+9 erfolgen. Ein Anspruch auf die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe besteht hier jedoch nicht. Neben der Koordination des Planungsprozesses und der Integration aller Planungsergebnisse umfassen die Leistungen zur Generalplanung im Wesentlichen die folgenden Leistungsbilder u.a. der HOAI: -Objektplanung Gebäude und Innenräume -Fachplanung Technische Ausrüstung -Laborplanung -Brandschutz Nutzung: Die zu erstellenden Laborflächen sollen durch die neu berufenen Professuren Quantum Materials und Medizinphysik zu etwa gleichen Teilen genutzt werden. Als Teil des Research Center Future Energy Materials and Systems, befasst sich das Forschungsgebiet Quantum Materials mit der Chemie von Quantenmaterialien und der Entschlüsselung derer Strukturen auf atomarer Ebene, um darauf aufbauend maßgeschneiderte Quantenmaterialien mit unkonventionellen magnetischen und elektronischen Eigenschaften zu entwickeln, die in einer neuen Generation nachhaltigerer und energieeffizienterer Elektronikgeräte eingesetzt werden sollen. Das Forschungsgebiet Medizinphysik befasst sich mit grundlegenden biophysikalischen Fragestellungen im medizinische relevanten Kontext und arbeitet interdisziplinär mit der biomedizinischen Forschung zusammen. Die Schwerpunkte dieser Professur liegen in der Aufklärung fundamentaler Fragestellungen zu zellulären und multizellulären Strukturen sowie in der Forschung an Mikroben zum Verständnis und zur Bekämpfung des Klimawandels. Raumprogramm: Die entkernte Etage wird eine Fläche von ca. 450 m2 aufweisen. Eine zentrale Verkehrsfläche zur Erschließung der einzelnen Räume ist vorzusehen. Das Forschungsgebiet Quantum Material benötigt ein großes chemisches Labor, das u.a. Laborbänke, Digestorien, Gloveboxen, Chemikalienschränke, etc. enthalten soll, sowie ein Röntgenlabor und ein Labor mit Hochtemperatur-Öfen. Das Forschungsgebiet Medizinphysik, benötigt eben falls ein großes chemisches Labor mit Laborbänken, Digestorien, Chemikalienschränken und weiterer Einrichtung. Darüber hinaus wird ein Mikroskopierraum und zwei kleinere Labore für Zell- und Bakterienkulturen. Diese Räume sind als S2-Labore zu planen. Ferner ist ein Schleusen- / Umkleidebereich vorzusehen sowie die Möglichkeit eines zusätzlichen Raumes (z.B. am Ende des Flures) zu untersuchen. Den Ausschreibungsunterlagen sind eine erste Ideenskizze zum Grundriss, sowie erste Konzepte zur Ausstattung und den Rahmenparametern der Labore beigefügt. Diese Unterlagen sollen im Dialog mit den Nutzungseinheiten in den weiteren Planungsprozess einfließen. Gebäude: Der Gebäudekomplex Chemie/Physik wurde in den 1970er Jahren errichtet. Er umfasst eine Fläche von rund 31.000 m2 NUF 1-6, die über 4 Treppenhauskerne erschlossen ist. Das Gebäude ist in Stahlbeton-Skelettbauweise mit massiven Wandaussteifungen im Bereich der Treppenhauskerne und einer Pfosten-Riegel-Fassade aus Holz mit vorgelagerten Fluchtbalkonen erstellt. Die hier zu beplanende Etage befindet sich im Dachgeschoss (3.OG) des Nordflügels am Treppenhauskern P1 im Gebäudeteil Physik. Technische Infrastruktur Das Gebäude ist in die technische Infrastruktur (Fernwärme-, Trinkwasser-, Mittelspannungsnetz, Gebäudeautomation, ...) der TU Dortmund eingebunden. Die einzelnen Etagen werden über Technikzentralen im Untergeschoss und jeder Etage vorgelagerten Unterverteilungsräume versorgt. Grundsätzlich soll die neue Nutzung an die vorhandene Infrastruktur angebunden werden, im Planungsprozess ist jedoch zu prüfen inwieweit dies umsetzbar ist. Es ist davon auszugehen, dass die vorhandene Lüftungsanlage in Hinblick auf Luftvolumen und Luftkonditionierung den Anforderungen nicht genügt und eine dezentrale Lüftungsanlage auf dem Dach im Rahmen dieser Baumaßnahme zu errichten ist. Sämtliche Installationen in der Etage wie Heizung, Lüftung, Kälte, Wasserver- und -entsorgung, Druckluft, Gase, Stromversorgung, Laborunterverteilungen, Beleuchtung, etc. sind neu zu erstellen. Termine: Die Leistungsphasen 1 bis 4 sollen im April 2025 beginnen und im August 2025 abgeschlossen werden. Die sich direkt anschließenden Leistungsphasen 5 bis 7 sollen parallel zum Genehmigungsverfahren bis zum März 2026 erbracht werden. Für die bauliche Umsetzung der Maßnahme ist der Zeitraum von April 2026 bis April 2027 vorgesehen. Kosten: Die Baukosten (KG 200-600) werden auf rund 2 Mio. EUR brutto geschätzt.
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