Generalplanerleistungen für die Kapazitätserweiterung der Ost-West-Achse - Innenstadt
Description du marché
Gegenstand der Planung dieses Loses ist die unterirdische Stadtbahnführung zwischen Heumarkt und Höhe Eisenbahnring mit einem Abzweig westlich des Neumarktes zur unterirdischen Anbindung der Linie 9 auf der Ost-West-Achse in Köln. Bei der unterirdischen Führung sind die vorhandenen unterirdischen Verknüpfungshaltestellen Heumarkt, Neumarkt und Rudolfplatz anzubinden. Zudem ist in der Moltkestraße eine neue unterirdische Haltestelle zu errichten. Der Tunnel soll westlich der Deutzer Brücke beginnen und an die neue unterirdische Haltestelle Heumarkt, welche im Zuge des Baus der Nord-Süd Stadtbahn bereits in Vorleistung vorbereitet wurde, in der oberen Tiefenlage anschließen. Die vorhandene Haltestelle Neumarkt, mit der zentralen Verknüpfungsfunktion in der Innenstadt, ist in Ost West-Richtung in der unteren Tiefenlage zu erweitern. Um auch die Verknüpfungsfunktion entlang der Ringe zu ermöglichen, ist auch die vorhandene Haltestelle Rudolfplatz in Ost-West-Richtung in der unteren Tiefenlage zu erweitern. Derzeit ist die oberirdische Haltestelle Moltkestraße, stadtauswärts auf der Aachener Straße und stadteinwärts auf der Richard-Wagner-Straße, getrennt geführt. Die neue Tunnelhaltestelle soll in der Aachener Straße geplant werden. Westlich der Haltestelle Moltkestraße, auf Höhe des Eisenbahnringes, liegt die Tunnelrampe. Alle oberirdischen Haltestellen entfallen. Als Grundlage für die politische Entscheidung, ob einer oberirdischen oder einer unterirdischen Lösung (vgl. Los 1) der Vorzug zu geben ist, sind zunächst nur die Leistungsphasen 1 und 2 HOAI zu erarbeiten. Die Planung der Oberfläche ist hierbei, mit Ausnahme der Verbindungsbauwerke zwischen Tunnel und Oberfläche, nicht Gegenstand dieses Loses. Die Planung dient der Vorbereitung eines ca. 1- bis 2-jährigen politischen Entscheidungsprozesses, welcher durch den AN im Rahmen der Leistungsphase 2 begleitet werden soll. Die weiteren Planungsleistungen ab der Leistungsphase 3 HOAI sind nur nach positiver Entscheidung für die unterirdische Lösung zu erbringen. Die Stadt Köln schätzt die Kosten auf ca. 700 Mio. EUR (netto) für die unterirdische Lösung (ca. 635 Mio. EUR für Tunnel, ca. 65 Mio. EUR für Oberfläche). Die zu vergebenden Generalplanerleistungen umfassen voraussichtlich neben allgemeinen Leistungen wie Koordinations-, Steuerungs- und Überwachungsleistungen im Hinblick auf alle Planungsleistungen (Leistungsphase 1-9 HOAI, soweit nicht anderweitig gekennzeichnet): — Objektplanung Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI, — Objektplanung Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI, ggf. Lph. 5 nur in Teilen — Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI, nur Lph. 1 bis 3 sowie ggf. Lph. 6 in Teilen, — Fachplanung technische Ausrüstung Abwasser- und Wasseranlagen, Wärmeversorgungsanlagen (soweit erforderlich), Lufttechnische Anlagen, Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen und Förderanlagen (Aufzüge und Fahrtreppen) gem. § 55 HOAI, die Fachplanung der stadtbahnspezifischen Technischen Ausrüstung wie Bahnstrom, Fahrleitungen, Signalanlagen und Zugsicherung etc. ist nicht Gegenstand dieses Loses, sondern wird durch die Kölner Verkehrsbetriebe erbracht, — Die Planung des architektonischen Ausbaus der U-Bahnhöfe wird separat vergeben. Hinzu kommen voraussichtlich ausgewählte besondere Planungsleistungen wie z. B. Bauphasenplanung, Bauablaufplanung, Baulogistikplanung, Planung bauzeitliche Verkehrsführung, Bestandsaufnahmen, usw. Die Auftraggeber werden die Leistungen stufenweise beauftragen. Die erste Beauftragungsstufe umfasst nach derzeitiger Planung die Leistungsphasen 1 bis 2 der HOAI. Weitere Beauftragungsstufen umfassen die Leistungsphasen 3 und 4, 5 bis 7 und 8 bis 9 der HOAI. Gutachterleistungen sowie die Planung der Oberfläche sind nicht Gegenstand dieses Loses. Gründe für die Änderung: Die Haltestelle Neumarkt wird in Ost-West-Richtung von den Linien 1, 7 und 9 angefahren. Die Linien 1 und 7 verlaufen aus Richtung Deutz kommend in die Richtung Rudolfplatz und umgekehrt. Die Linie 9 fährt aus Richtung Deutz kommend in Richtung Zülpicher Platz und umgekehrt. Bei der neu geplanten unterirdischen Haltestelle Neumarkt sind je ein Mittelbahnsteig in der -3 und der -4 Ebene vorgesehen. Die Bahnsteigkanten in der -3 Ebene werden von den Bahnen in Fahrtrichtung Deutz und in der -4 Ebene von den Bahnen aus. Deutz kommend angefahren. Die Tunnelröhren schließen am Westkopf der Haltestelle in unterschiedlichen Höhen, für die Anbindung in die -3 bzw. -4 Ebene, an. Zudem verlaufen die Tunnelröhren auch in unterschiedlichen Richtungen, da in diesem Bereich die Linie 9 in Richtung Zülpicher Platz abzweigt. Die Planung ist in technischen 2D-Plänen dargestellt. In diesen kann der Kreuzungsbereich aufgrund der Komplexität jedoch nicht vollumfänglich abgebildet werden. Deshalb soll für diesen Kreuzungsbereich eine 3D-Visualisierung erstellt werden, um diese technische Planung für alle verständlich zu veranschaulichen. Die Erstellung der 3D- Visualisierung soll auch an den Generalplaner INGE OST-WEST-ACHSE KÖLN INNENSTADT, Los 2 vergeben werden, da dieser bereits die 2D-Planung erstellt hat und somit eine Einarbeitung in diesen komplexen Kreuzungsbereich nicht mehr erforderlich wird. Es ist ein Effizienzgewinn durch die eingespielte Zusammenarbeit zu erwarten, der zu einer nahtlosen Integration der zusätzlichen Arbeiten in das bestehende Projekt führt und die potenziellen Risiken sowie Zusatzkosten minimiert, die mit einem anderen Auftragnehmer verbunden wären.
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