LRA Altenburger Land | Landestheater Altenburg | Sanierung Kronenboden, Planungsleistungen Technische Ausrüstung ELT
Description du marché
Das Landestheater Altenburg, 1869 bis 1871 von Otto Brückwald errichtet, ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste geführt und ein bedeutendes Beispiel der sich entwickelnden deutschen Theaterbau-Typologie des 19. Jahrhunderts. Das Theatergebäude wurde mehrfach umgebaut, erweitert und saniert; auch derzeit erfolgt eine Sanierung des Großen Hauses und der anliegenden Theatergebäude. Neben dem Beheben von Verschleißerscheinungen und technischen Anpassungen hatten frühere Sanierungen immer auch mit Rissbildungen und Formänderungen infolge der schwierigen Gründungssituation sowie mit dem Problemfeld der komplex geformten, diffizilen Dachkonstruktion umzugehen. Ziel dieses VgV-Verfahrens ist es, für die Sanierung des Kronenbodens ein geeignetes Planungsteam für die Technische Ausrüstung auszuwählen. Beabsichtigt sind die Erneuerung der Elektroinstallation einschließlich der des Kronleuchters, De- und Remontage der Schwachstromtechnik (Video-, Ton- und Datenleitungen), des Blitzschutzes und der Brandmeldeanlage (Anlagengruppen 4, 5 und 8). In Zusammenarbeit mit den Architekten, Tragwerksplanern und weiteren Fachplanern wird es das allgemeine Planungsziel sein, eine bestandschonend umsetzbare Sanierungslösung für die Dachkonstruktion über dem Zuschauersaal des Großen Hauses zu finden, um die Standsicherheit der Tragkonstruktion sicherzustellen, deren Tragfähigkeit zu erhöhen, bauliche Mängel dauerhaft zu beheben sowie die Technische Ausrüstung substanzverträglich zu erneuern. Dabei wird darauf zu achten sein, das statische System durch die Technischen Anlagen nicht zusätzlich zu belasten bzw. zu verändern, den weitgehenden Substanzerhalt zu forcieren sowie einen sensiblen Umgang mit der Bestandssituation zu finden. Der unter dem Kronenboden liegende, bei einer früheren Sanierung instand gesetzte Zuschauersaal mit seiner Stuckdecke ist in diesem Zustand zu erhalten. Während der Planung und baulichen Umsetzung sind alle denkmalpflegerischen Aspekte zu berücksichtigen und mit der unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Auch das koordinierte Zusammenwirken mit dem Objektplaner, dem Tragwerksplaner und weiteren Fachplanern für die technische Ausstattung wird erwartet. Die momentan laufenden Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2024 abgeschlossen, sodass auch der Theaterbetrieb während der Sanierung des Kronenbodens zu beachten und sich ergebende Zwangspunkte verbindlich zu klären sind. Der zur Verfügung stehende Platz für eine Baustelleneinrichtung, An- und Abtransporte und Materiallagerung ist aufgrund der innerstädtischen Situation eng bemessen. Insgesamt sind mit der Maßnahme ca. 292 m² Bruttogrundfläche zu bearbeiten. Als Kostenobergrenze sind ca. 5.680.000 € (brutto) für die Kostengruppen 300 bis 500 gemäß DIN 276 festgelegt. Als voraussichtlicher Anteil der anrechenbaren Kosten für die Kostengruppe 400 in den Anlagengruppen 4, 5 und 8 werden vom Auftraggeber 450.000 € (netto) angenommen. Die Planung ist auf die Kostenobergrenze auszurichten.
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