Neubau Berliner Schule, Wärmeversorgungsanlagen mit Gebäudekühlung
Description du marché
Kurzbeschreibung Wärmeerzeugungsanlage Die Wärmeerzeugung in dem Neubau der Berliner Schule erfolgt über zwei Wärmepumpen. Diese wurden so ausgelegt, dass eine jeweils ca.60% der Heizlast deckt. Da die berechnete Leistung der Heizlast nur wenige Stunden im Jahr erforderlich ist und interne Wärmegewinne durch Personen und Gerätschaften in der Berechnung nach DIN EN 12831 nicht berücksichtigt werden, sind auch im Havariefall keine zu stark abfallenden Raumtemperaturen zu erwarten. Die Lüftungsgeräte der Klassenräume, etc. verfügen über eine Wärmerückgewinnung und jeweils ein elektrisches Nachheizregister, wodurch zudem ein Leistungsdefizit im Havariefall abgefangen werden kann. Wärmeerzeugung/ Kälteerzeugung Die Luftwärmepumpen werden auf einem Fundament im Außenbereich montiert. Eine Verkleidung zum Sicht- und Schallschutz wird außerhalb des Wartungsbereiches der Wärmepumpe angeordnet. Die Anbindung an das Heizungssystem im Gebäude erfolgt über erdverlegte Heizungsleitungen. Für die hydraulische Einbindung und Energiespeicherung sind zwei 2.000 Liter Heizungspufferspeicher im Gebäude angeordnet. Die Anbindung im Heizraum erfolgt über eine Systemtrennung, da die Erzeugungseite mit einem Wasser-Glykolgemisch befüllt ist. Die Wärmepumpen können reversibel betrieben werden und versorgen so das Gebäude im Sommer mit Kühlwasser. Hierfür wird im Heizraum eine Ventilumschaltung installiert. Kurzbeschreibung Wärmeübergabe Die Wärmeübergabe an die Räume erfolgt über die Fußbodenheizung mit Unterverteilern. Die Raumregelung der Temperatur erfolgt über das Gewerk Elektro. Hier wird durch einen, auf dem Webrowser voreingestellten, Sollwert und der durch den Raumtemperaturfühler ermittelten Istwert die Anforderung an die Fußbodenheizung ermittelt. Bei Unterschreitung des Sollwertes wird der dem Raum zugehörige Stellmotor angesteuert, wodurch der Heizkreis des Raumes mit Heizungswasser versorgt wird. Die Vorlauftemperaturreglung der Wärmeerzeugung erfolgt außentemperaturgeregelt gleitend an einer Heizkurve. Hinweise zur Sicherheitstechnik nach DIN 12828 Die geplanten Sicherheitseinrichtungen sind im Rahmen der Wartung überprüfen zu lassen. Dieses Kapitel dient als kurze Übersicht zu den vorgesehenen Einrichtungen: - Sicherheitsventil (SV): Die Sicherheitsventile schützen die Wärmeerzeuger vor einem unzulässigen Überdruck. Ab einem Druck von 3 bar lösen diese aus und leiten Heizungswasser über die Ausblaseleitung ab. Hinweis: Bei Anzeichen, dass das Sicherheitsventil ausgelöst hat, sind die Ausdehnungsgefäße und die Nachspeiseeinrichtung zu prüfen. - Membranausdehnungsgefäß (MAG): Das MAG nimmt das durch Erwärmung entstehende Ausdehnungswasser auf und verhindert damit eine Druckerhöhung im System. Hierdurch wird ein regelmäßiges Auslösen des Sicherheitsventils verhindert. Der Druck auf der Stickstoffseite des MAG muss im unbelasteten Zustand unter dem Anlagendruck sein, um auch im kalten Zustand eine Wasservorlage im Gefäß zu haben. Zur Prüfung oder zum Austausch ist das Kappenventil zu schließen und später wieder zu öffnen. - Schlammfang mit Magnetitabscheider: Der Schlammfang in der Rücklaufleitung zwischen Pufferspeicher und Verteiler ist in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Zur Orientierung des Betriebszustandes werden vor und nach dem Abscheider Manometer angeordnet. - Entlüftungen: Die Entlüftungen der Leitungen im Heizraum erfolgen über Lufttöpfe. Die Entlüftungsleitungen werden neben dem Verteiler angeordnet, sodass zentral alle Stränge entlüftet werden können. - Entgasung: Die Entgasung wird direkt an den Verteiler angebunden und dient zur Druckhaltung und Entgasung (Sauerstoff) des Heizungswassers im laufenden Betrieb. Hier wird Wasser in einem Unterdruck entspannt um Sauerstoff auszugasen. - Automatische Nachspeisung: Neben dem Verteiler wird die automatische Nachspeisearmatur installiert. Hier wird bei Unterschreitung eines voreingestellten Drucks im Heizungssystem automatisch aufbereitetes Heizungswasser nachgefüllt. Bei längerem Entlüften muss, wenn die Armatur nicht gesperrt wird, demnach nicht manuell nachgefüllt werden. Im Falle eines Rohrbruches würde nach einer voreingestellten Zapfmenge die Leckageschutzeinrichtung der Trinkwasseranlage das Wasser abschalten.
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