Objektplanung für den Bau des Saale-Leipzig-Kanal-Radweges, 1. TBA
Description du marché
Der Saale-Leipzig-Kanal (SLK) ist ein 1933 begonnenes und 1943 eingestelltes Kanalprojekt, das die Weiße Elster mit der Saale bei Leuna verbinden und somit das Gewässernetz der Messestadt Leipzig an das bundesdeutsche Wasserstraßennetz und die Nordsee anbinden sollte. Von den geplanten 18 km Gesamtlänge des Kanals sind nach der Einstellung der Kanalarbeiten ca. 11 km geflutet worden. Dieser geöffnete Teil verläuft vom Lindenauer Hafen in der Stadt Leipzig über Burghausen, Rückmarsdorf und Dölzig (OT von Schkeuditz) bis westlich von Zschöchergen (OT von Leuna) in Sachsen-Anhalt. Der SLK wird in seiner Widmung als Bundeswasserstraße von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung der BRD (WSV) betreut. Im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation arbeiten die Städte Halle (Saale), Leipzig, Leuna, Schkeuditz und Merseburg, die Gemeinde Schkopau sowie die Landkreise Saalekreis und Nordsachsen gemeinsam an der Realisierung des Saale-Leipzig-Kanal-Radweges, der in seiner gesamten Länge von 19,7 km einmal vom Lindenauer Hafen bis zur Saale bei Kreypau verlaufen soll. Der SLK ist Bindeglied für die Regionalentwicklung im Raum Leipzig – Schkeuditz – Leuna – Merseburg – Halle. Die wasser- und landseitige Entwicklung des Kanals muss vor diesem Hintergrund als gemeinsamer Erlebnisraum in einem regionalen, überörtlich vernetzten Kontext betrachtet werden. Im seit Februar 2019 vorliegenden länderübergreifenden „Konzept zur Inwertsetzung des Saale-Leipzig-Kanals“ wurde der Saale-Leipzig-Kanal-Radweg als prioritäre Schlüsselmaßnahme herausgearbeitet. Der insgesamt fast 20 km lange Saale-Leipzig-Kanal-Radweg bildet das Initial für die Entwicklung des Kanals und des regionalen Umfeldes. Bisher befindet sich entlang des Saale-Leipzig-Kanals ein beidseitiger Betriebsweg der WSV. Dieser ist in unterschiedlichem Maße stark ausgebaut. Mit dem Saale-Leipzig-Kanal Radweg soll die überregionale Verkehrsinfrastruktur vor allem für Rad- und Pedelecfahrer gestärkt und ausgebaut werden. Gleichzeitig soll der Weg aber auch für Inlineskater, Jogger, Wanderer oder Spaziergänger nutzbar sein. Entlang der auszubauenden Trasse entlang des SLK sollen infolgedessen weitere Wertschöpfungspotentiale, z. B. durch entstehende Gastronomie, Rastplätze und Erlebnisstationen (z. B. zur Umweltbildung oder historischen Wasserbauwerken) usw., aktiviert werden. Im Rahmen der Durchführung einer Alternativenbetrachtung wurde eine Vorzugs Trasse festgelegt. Auf deren Grundlage ist nunmehr die entsprechende Objektplanung für die Leistungsphasen 1-4 im ersten Teilbauabschnitt zu erstellten.
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