Objektplanung für die Sanierung des Plenarsaals
Description du marché
Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe von Objektplanungsleistungen für die Sanierung des Plenarsaals und Herstellung der Barrierefreiheit im Düsseldorfer Rathaus. Ziel ist die Schaffung der Barrierefreiheit und gleichzeitig die Umsetzung eines technisch aktuellen und flexiblen Raumkonzeptes. Um das beschriebene Ziel umzusetzen und aus der bestehenden Bausubstanz das größtmögliche Potential entwickeln zu können, soll das gesamte Raumkonzept des Plenarsaales geändert werden. Der Plenarsaal wird um die Fläche des Vorraumes erweitert. Hierdurch entsteht ein fast rechteckiger Raum der eine gänzlich neue Raumgestaltung zulässt. Gleichzeitig wird die Eingangssituation verändert. Die Anordnung der Sitzplätze wird gedreht, das Rednerpult soll mit direkter Sichtbeziehung zum Marktplatz und zum Jan-Wellem-Denkmal angeordnet sein. Die Anzahl der Sitzplätze wird sich auf circa 150 Sitzmöglichkeiten erhöhen. An den Plätzen sind Tische und Stühle vorgesehen, die moderne technische Ausstattungen beinhalten und flexibel nutzbar sind. Die Deckenkonstruktion wird erneuert und dem Raumbild angepasst. Die technischen Anlagen werden erneuert. Hierzu zählt der Austausch der Beleuchtung, die Optimierung der Lüftungstechnik sowie Erneuerung aller daten- und elektrotechnischen Anlagen und Leitungen. Moderne Medientechnik wird eingeplant. Ein modernes Video-Konferenz-System soll realisiert werden, um den Saal für moderne Hybridveranstaltungen und Videoaufzeichnungen nutzen zu können. Im Zuge des Umbaus werden die Innenseite der Fassade und Decke durch die Erneuerung der Wärmedämmung energetisch ertüchtigt. Die abgängigen haustechnischen Anlagen werden erneuert. Hierbei soll eine energetisch effiziente Wärmerückgewinnung integriert werden, welche die bestehende Wärme nicht abführt, sondern wiederverwertet. Im Zuge der weiteren Planungen soll die Wiederverwendbarkeit der Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft gedacht werden. Der Plenarsaal soll barrierefrei ausgebaut werden. Hierzu soll die vorhandene Bodenunterkonstruktion demontiert werden, wodurch der Boden weniger Gefälle aufweist und der Bewegungsverlauf somit weitestgehend barrierefrei wird. Die Erneuerung der Decke und entsprechende Ausstattung der Wände verbessert die Akustik im zukünftigen Plenarsaal. Zudem sollen Induktionsschleifen installiert werden. Auch auf der Empore sollen barrierefreie Plätze zur Verfügung stehen. Es ist geplant, für das Bauvorhaben die Building Information Modeling Methode (BIM-Methode) anzuwenden. Des Weiteren bestehen baulogistische Herausforderungen bedingt durch die innenstädtische Lage des Projektes. Die vorläufige Kostenermittlung (in brutto) setzt sich wie folgt zusammen: KG 300 4.200.000 EUR KG 400 3.300.000 EUR Gemäß Projektablaufplan ist der Baubeginn Anfang 2027 und das Bauende Mitte 2028 avisiert. Es erfolgt eine stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 1-9 gem. HOAI §34. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung der weiteren bzw. aller Leistungsphasen besteht nicht.
Pouvoir adjudicateur
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