Rahmenvertrag Ingenieurleistungen Support Energiemanagement
Description du marché
Die Deutsche Bundesbank betreibt ein Energiemanagement für ihren Liegenschaftsbestand. Da durch die Deutsche Bundesbank überwiegend hoheitliche Aufgaben wahrgenommen werden, bestanden bisher keine Verpflichtungen gemäß EDL-G. Die normative Grundlage der Tätigkeit bildet die Norm DIN EN ISO 50001, sowie die Fachempfehlungen des Arbeitskreises Maschinelle Anlagen und Elektrotechnik in der Verwaltung (AMEV), insbesondere die Fachempfehlungen AMEV Energie und AMEV TMon in der jeweils gültigen Fassung. Die Anforderungen aus dem Energieeffizienzgesetz sollen durch die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS umgesetzt werden. Ziel des Umwelt- und Energiemanagements ist es, zur Erreichung von Klimaschutzzielen die Treibhausgas-Emissionen durch Baumaßnahmen und Maßnahmen im Liegenschaftsbetrieb zu senken. Hierbei geht es darum, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen sowie kontinuierliche Verbesserungsprozesse einzuführen und stetig anzuwenden. Zentrales Instrument des Energiemanagements ist das Energiecontrolling aller Dienstliegenschaften bundesweit. Dessen wesentliche Komponenten sind das EMCS (Energiemonitoring- und Controlling-System) und die Mess- und Zählinfrastruktur in den Liegenschaften. Das EMCS ist eine Energiemanagement-Software, die vom Energiemanagement der Bundesbank als Systemeigner betrieben wird und vom technischen Personal, dem leitendem Verwal-tungspersonal sowie den baudurchführenden Stellen dienstbestimmungsgemäß eingesetzt wird. Energieverbrauchsdaten in Form von 15-Minuten und 60-Minuten-Werten von Zählern für den Medienbezug aus öffentlichen Versorgungsnetzen und teilweise vorhandener Unter- bzw. Anlagenzählern in den Liegenschaften werden weitgehend automatisch in eine Energiever-brauchsdatenbank importiert. Das Frontend verfügt über eine Benutzeroberfläche, die mittels Dashboards für den Nutzer individuell angepasst werden kann. Über einen integrierten Mailserver wird im Rahmen eines Energieberichtswesens ein automatisierter Versand von Energieberichten bezogen auf die jeweiligen Liegenschaften, Gebäude und Anlagen für die jeweiligen Nutzer konfiguriert. Der Versand automatisierter Ereignismeldungen bei Fehlfunktionen von Zählern bzw. Auffälligkeiten im Verbrauch befindet sich in der Erprobung und soll in Zukunft ebenfalls eingesetzt werden. Die Funktionalitäten und Schnittstellen des EMCS werden definiert im Lastenheft EMCS der Bundesbank, das nach aktuellen Erkenntnissen stetig fortzuschreiben ist. Mittelfristiges Ziel ist die Installation von automatisierten Mess- und Zählinfrastrukturen in die Technische Gebäudeausrüstung aller Liegenschaften und deren Integration in die Gebäudeau-tomationsanlagen und die automatisierte Energieverbrauchserfassung. Grundlage zur Umsetzung ist das Lastenheft Mess- und Zählkonzept der Bundesbank auf Basis der Fachempfehlungen AMEV Energie und AMEV TMon. Weitere Instrumente zur Erfassung von Verbesserungspotenzialen sind energetische Inspektionen in Gebäuden (Energetische Inspektion von Klimaanlagen § 74-78 GEG in erweitertem Umfang, Energetische Inspektion der Heizungs- und Trinkwassererwärmungsanlagen nach DIN SPEC 15378 ), die Erstellung eines Photovoltaik-Katasters und Unterstützung und Begleitung bei der Installation der als sinnvoll erachteten Anlagen (siehe Kapitel 2.12 Machbarkeits-studie PV-Anlagen (B))) sowie eines energetischen Gebäudekatasters im Rahmen der Erstellung von Energieausweisen.
Pouvoir adjudicateur
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