Replikation der Studie Diskriminierungserfahrungen in Deutschland
Description du marché
Mit der Studie "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland" aus dem Jahr 2015 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte empirische Erfassung von Diskriminierungserfahrungen in Deutschland durchgeführt (Beigang et al. 2017). Die Ergebnisse dieser Befragung haben geprägt, wie in Deutschland über Diskriminierung gesprochen wird. Dies gilt beispielsweise für die Verbreitung und das Reaktionsverhalten auf Diskriminierungserfahrungen. Die Studie wird bis heute in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit immer wieder zitiert. Auch in den von Diskriminierung betroffenen Communities hatte sie eine starke Wirkung, da die Communities wesentliche Akteur*innen waren, um die Studie zu verbreiten und hinterher auch von diesen Daten profitiert haben. Aus diesem Grund plant die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, zehn Jahre nach der Durchführung der ersten Studie "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland", diese Studie zu replizieren und erneut durchzuführen. Die Studie bestand aus einer Bevölkerungsbefragung und einer Betroffenenbefragung. Während die Bevölkerungsbefragung Informationen darüber generierte, wie häufig bestimmte Diskriminierungen in der Gesamtbevölkerung vorkommen, konnte mit der Betroffenenbefragung diese Zahlen mit genaueren Beschreibungen dieser Erfahrungen füllen. Die Bevölkerungsbefragung erfolgte über Telefoninterviews, während die Betroffenenbefragung als Online- und Papierfragebogen bereitstand und mit einer passiven Stichprobenziehung durch die verschiedenen Communities verbreitet wurde. Ziel der Neuauflage der Studie soll es sein, mehr über Diskriminierung zu erfahren und neues Wissen zu generieren. So geht es darum, die Vielgestaltigkeit von Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie Diskriminierungserfahrungen sich innerhalb von verschiedenen Communities ähneln und unterscheiden. Weiterhin sollen übergreifende Muster im gesellschaftlichen Umgang mit Diskriminierung sowohl von Seiten der Betroffenen als auch von Seiten der Zuschauenden und Verursachenden aufgedeckt werden. Darüber hinaus ist das Ziel dieser Studie, die verschiedenen Communities, die von Diskriminierung betroffen sind, darin zu stärken, sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Dafür sollen ihnen Daten und Zahlen zur Verfügung gestellt werden, die die Diskriminierungssituation besser verständlich machen. Zugleich möchte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ihre Kontakte in die Zivilgesellschaft durch diese Studie stärken. Die in der Studie erhobenen Daten und Informationen sollen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in den politischen Raum kommuniziert werden, um bestehende Diskriminierungsrisiken und Schwierigkeiten, sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen, zu bekämpfen. Die Studie besteht aus vier Modulen: - Das erste Modul ist das Community-Engagement-Modul. - Das zweite Modul ist eine Betroffenenbefragung. - Das dritte Modul ist eine Bevölkerungsbefragung. - Das vierte Modul ist die Berichtslegung mit dem Abschlussbericht. Die beiden Befragungsmodule unterteilen sich jeweils in die Fragebogenerstellung, die Durchführung der Erhebung sowie deren Auswertung.
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