Sanierung denkmalgeschütztes Fachwerkhaus Holzhausen inkl. Anbau Kita Objektplanung
Description du marché
Ausgangslage: Das Haus Max-Planck-Straße 76 ist das letzte bauliche Zeugnis des damaligen Rittergutes Sylbach, dessen Besitzer ursprünglich ein Lehnsmann des Bischofs von Paderborn und der Äbtissin von Herford war. 1658 wurde das Gut von Ritter Rabe de Wrede auf Steinbeck erworben. Adelige Gerechtsame und Freiheiten erhielt es 1659 von Graf Hermann Adolph zur Lippe und 1661 wurde Sylbach in die lippische Ritterschaftsmatrikel aufgenommen. Seitdem hatte der jeweilige Gutsbesitzer einen Sitz im lippischen Landtag. 166o ließen Rabe de Wrede und seine Frau Elisabet Catarina May das jetzt noch vorhandene Gebäude auf der alten Sylbacher Gräftenanlage erbauen. Der jetzt zwischen altem Baumbestand freistehende Bau gehört zu den stattlichsten Fachwerkbauten Lippes aus dem 17. Jahrhundert. Es ist ein auf Bruchsteinmauerwerk stehendes Vierständer-Fachwerkhaus mit Mitteldeele, das ursprünglich nur 8 Gebinde lang war. Ein unterkellerter Wohnteil von 4 Gebinden Länge wurde erst später (Ende 18. oder Anfang 19. Jahrhundert) hinzugefügt. Planungsaufgabe: Es besteht Restaurierungsbedarf am gesamten Baukörper des denkmalgeschützten Fachwerkbaus. Projektziel ist die Restaurierung/Wiederherstellung der stark baufälligen Bausubstanz und damit Erhalt eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt Bad Salzuflen. Hierfür sollen vollumfängliche Planungs- und Bauleistungen zur Nutzung des Gebäudes erbracht werden. Für die Freiraumgestaltung mit der Zuwegung ist der Einbezug weiterer Fachplaner vorgesehen. Geplant ist eine Multifunktionelle Nutzung. Zweidrittel des Gebäudes sollen für die Dorfgemeinschaft mit Gesundheitskiosk ausgebaut werden. Der restliche Teil wird zukünftig als Kita genutzt. (Küche, Personalräume, Personal WC, Putzmittelraum). Im Zuge der Restaurierung des Fachwerkgebäudes soll eine neue 3-zügige Kita als Anbau entstehen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Reduzierung baulicher Barrieren für einen weitestgehend inklusiven Betrieb. Die Nutzung soll denkmalverträglich umgesetzt werden. Die bauphysikalischen Zusammenhänge zwischen beheizter Nutzung und Erhalt der denkmalgeschützten Gebäudehülle sind zu berücksichtigen. Dafür sind zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Eventuell resultierende Einschränkungen im Maß der Nutzung sind darzulegen. Grundsätzlich wird ein nachhaltiges energetisches Gesamtkonzept angestrebt, je nach Möglichkeit mit Nutzung regenerativer Energien. Geplant ist, bis April 2025 die Entwurfsplanung zu erstellen. Die Umsetzung der Planung soll in den Jahren 2025 und 2026 erfolgen. Die vorbeschriebene Restaurierung soll in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der Denkmalfachbehörde, dem Tragwerksplaner, den TGA Planern und den weiteren Fachplanern denkmalgerecht, genehmigungsfähig und nachhaltig entwickelt werden. Insgesamt sind mit der Maßnahme ca. 900 m² Bruttogrundfläche zu entwickeln: Die Bruttogrundfläche des Fachwerkhauses beträgt 300 m², die des Kitaneubaus ca. 600m². Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme einschließlich Übergabe an den Nutzer ist für den Winter 2026/2027 geplant, um mit dem Kitajahr 2027/2028 zu eröffnen.
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