Sanierung der 3-Feld-Sporthalle des Staufer-Schulzentrums in Annweiler, Kreisverwaltung Südliche Weinstraße
Description du marché
Die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße plant die Sanierung einer 3-Feld-Sporthalle des Staufer-Schulzentrums in Annweiler. Die vorhandene Gebäudetechnik (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrotechnik) entspricht dem Stand der Entstehung (1980) und ist deshalb vollumfänglich sanierungsbedürftig. Von der Sanierung nicht betroffen ist die Grundsubstanz des Gebäudes (Tragwerk). Maßnahmen im Einzelnen Nachfolgend werden die projektierten Maßnahmen aufgelistet und – soweit es ohne Planunterlagen möglich ist – beschrieben. Im Bereich der Gebäudehülle sind folgende Maßnahmen angedacht: Bestandswände außen: Der Umfang der energetischen Außensanierungen (Wärmedämmung) ist nach dem aktuell gültigen GEG zu ermitteln. Dachfläche: Die Dachfläche über der Sportfläche wird neu gestaltet. Ein neuer Dachstuhl ermöglicht das Verschließen der vorhandenen Lichtbänder. Für die Dachfläche ist eine extensive Dachflächenbegrünung mit darunterliegender Wärmedämmung vorgesehen. Optimierung der natürlichen Hallenbelichtung: Die Lichtbänder über dem Sportfeld werden entfernt, so dass insbesondere der sommerliche Wärmeschutz Berücksichtigung findet. Lediglich Lichtkuppeln im Technikbereich, ggf. RWA-Einrichtungen sowie Lichtkuppeln über den Fluren bleiben erhalten. Darüber hinaus müssen aus funktionellen sowie aus energetischen Gründen alle anderen Fensterelemente und Lichtkuppeln durch neue, wärmegedämmte ersetzt werden. alternative Wärmeschutzmaßnahmen: Fassadenbegrünung (Kletterspalier) zur Verschattung bzw. Gebäudekühlung auf der Ost- und Südseite, ggf. auch auf der Westseite Eigenenergieversorgung: Es sind PV-Module auf dem Dach vorgesehen. Darüber hinaus wird ein intelligenter Stromspeicher in das System integriert. ergänzend im Außenbereich: Es ist ein befestigter, ausreichend beleuchteter Flucht- und Rettungsweg auf der Nordseite zu erstellen. Die Gebäudetechnik soll wie folgt saniert werden: sanitäre Anlagen: Die Warmwassererzeugung inkl. Trinkwassernetz mit Einbauteilen und Objekten wird vollständig ersetzt. Weiterhin ist die komplette Erneuerung der Sanitäranlage, einschließlich Rohrleitungen und Warmwassererzeuger vorzusehen. Diese beinhaltet neben den Rohrleitungen auch die Neugestaltung der Räumlichkeiten (i. W. neue Fliesen). In diesem Zusammenhang sind auch Behindertentoiletten entsprechenden den Vorgaben der DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude einzuplanen. Für die Barrierefreiheit der Besuchertoiletten im Zwischengeschoss ist eine Aufzugsanlage projektiert, welche im Foyer eingebaut werden soll. Sie kann auch als barrierefrei Zugänglichkeit des Zwischengeschosses dienen. Die sanitären Anlagen (Anzahl von Dusch- und Waschmöglichkeiten) werden dem Bedarf angepasst. Die Lüftung wird vollständig ersetzt. Die Temperierung der Sporthalle soll mithilfe eines Eisspeichers erfolgen. Für den Betrieb soll der eigenproduzierte Solarstrom auf dem Dach in Kombination mit dem Stromspeicher genutzt werden. Die Zisterne kann auf der nordwestlichen Grünfläche errichtet werden. Als redundante Sicherheit soll die Halle an dem vorhandenen Nahwärmenetz angeschlossen bleiben. Elektrotechnik, Gebäudeautomation: Die Elektrotechnik wird dem Stand der Technik angepasst, und um Netzwerkkabel für die Anbindung von Mess- und Regeltechnik ergänzt (smart building). So sind beispielsweise die Fenster und Lichtbänder bzw. Lichtkuppeln der Sporthalle mit automatischen Fensteröffnern auszustatten, die in eine Gebäudeautomation (u. a. Zeitschaltuhr mit Wochenprogramm etc. für eine automatisierte natürliche Querlüftung) zu integrieren sind. Weiterhin müssen Zahler für Strom, Wärme und Wasser fernauslesbar – für die Integration in ein Energiemonitoring – ausgerüstet sein. Dieses Monitoring ermöglicht dem zentralen Gebäude- und Energiemanagement, den Energieverbrauch der Liegenschaft präzise zu ermitteln und ggf. durch Maßnahmen zu senken. Die Systemübersichten sollen deshalb sowohl vor Ort als auch in der Kreisverwaltung dargestellt werden können. Insofern ist allein für diese Datenübertragung eine Anbindung an das Inter- und Intranet notwendig. Die projektierten Änderungen der Elektroinstallation sind im Zusammenhang mit Arbeitsschutz- und Brandschutzauflagen zu sehen und haben diese zu erfüllen (z. B. Beachtung von Wanddurchführungen durch Brandwände; nur notwendige Installationsmaßnahmen in Flucht- und Rettungswegen etc.). Insbesondere fehlen Notbeleuchtungs- sowie Brandmeldeanlagen. In den Gebäudesteuerungen sind eingebunden: Temperatur- und Lüftungsregelung; betrifft Fenster, ggf. Verschattungsanlage (wenn diese mechanisch eingestellt werden kann), Lüftung und Heizung Lichtsteuerung; schaltet nachts zu einer vorbestimmten Uhrzeit die Leuchtmittel, bis auf das Notlicht, aus Einbindung von diversen Alarmierungen (akkugepuffert) wie Stromausfall, Ausfall technischer Komponenten, ggf. Überflutungsalarm im Keller, erhöhter Wasserverbrauch (Durchlaufüberwachung) etc. Zähler (Strom / Wasser / Wärme) für differenzierte Fernauslese und Verbrauchskontrolle- und Bilanzierung Zwischengeschoss: Im Zwischengeschoss ist eine einfache Speise-/Getränkeausgabe vorzusehen. Diese wird nur bei Sportveranstaltungen genutzt.
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