Serologisches Analysegerät für CLIA
Description du marché
Die Methoden des Chemilumineszenz-Immunoassays (CLIA) und des Enzyme-Iinked immunosorbent Assays (ELISA) ermöglichen die Detektion spezifischer Antigene und Antikörper aus klinischen Proben. Dabei sind CLIA-Untersuchungen zu einem höheren Grad automatisiert, einzelne Proben können auch im laufenden Betrieb nachgeladen werden und die Untersuchungsdauer ist wesentlich kürzer als bei Verwendung von ELISA-Untersuchungen. In der Abteilung für Mikrobiologie am Institut für Labordiagnostik, Hygiene und Transfusionsmedizin sind aktuell zur Abdeckung des benötigten Untersuchungsspektrums zwei Geräte der Firma Diasorin (Liaison und Eti-Max) in Betrieb. Dabei werden am Liaison CLIA-Untersuchungen, am Eti-Max ELISA-Untersuchungen durchgeführt. CLIA- und ELISA-Untersuchungen werden für das Klinikum Ludwigshafen und die BG-Unfallklinik Ludwigshafen unter anderem durchgeführt, um Antikörper gegen atypische respiratorische Erreger und Meningitis-Erreger, aber auch Antigene von Clostridioides difficile und Clostridioides difficile-Toxin zu detektieren. Letztere Erreger verursachen Diarrhoen, die betroffenen Patienten sind isolationspflichtig, es besteht Meldepflicht bei komplikativen Verläufen und auch bei Ausbrüchen. Zur Verhinderung von Ausbrüchen ist eine zeitnahe Diagnostik im Hause unbedingt notwendig, eine Verzögerung der Diagnostik durch Durchführung außerhalb des hauseigenen Labors ist nicht akzeptabel. Auch für die Diagnostik von Borrelien-Infektionen ist die CLIA-Diagnostik unabdingbar. Die Bearbeitung von Proben zur Untersuchung auf neurotrope Erreger (unter anderem Herpesviren) ist besonders zeitkritisch und sollte daher unbedingt weiterhin im hauseigenen Labor und mit der CLIA-Methode erfolgen. Alternativ zu einzelnen CLIA- und ELISA-Untersuchungen ist die Durchführung von PCR-Untersuchungen denkbar, diese sind jedoch kostenintensiver. Einige CLIA-Untersuchungen, wie etwa die Testung auf Borrelien, sind deutlich sensitiver als entsprechende PCR-Untersuchungen. Eine ausschließliche Bearbeitung der Proben mit der ELISA-Technik würde eine deutliche Erhöhung des Arbeitsaufwands bei Verringerung der Flexibilität der Probenbearbeitung sowie eine Verzögerung der Diagnostik bedeuten. Insgesamt ist die Durchführung von CLIA- und ELISA-Untersuchungen im bestehenden Spektrum dringend notwendig und nicht durch andere Untersuchungsmethoden ersetzbar. Aktuell sind in der Serologie (Bereich Mikrobiologie am Institut für Labordiagnostik, Hygiene und Transfusionsmedizin) zwei Geräte der Firma Diasorin zur Durchführung sämtlicher notwendigen CLIA- und ELISA-Untersuchungen aufgestellt. Kein anderer Hersteller hat sämtliche der angebotenen Untersuchungen im Untersuchungsportfolio. Die gleichzeitige Aufstellung von Geräten mehrerer Hersteller ist in vielerlei Hinsicht nicht praktikabel und nicht sinnvoll: Erstens wäre dazu die Einarbeitung der Mitarbeiter mit deutlichem Mehraufwand verbunden, die dadurch deutlich erhöhte Komplexität der Prozesse erhöht die Fehleranfälligkeit. Zweitens müssten die Einsender für einen einzigen Untersuchungsauftrag mehrere Proben zusenden, um die Bearbeitung auf mehreren Geräten zu ermöglichen. Drittens ist die räumliche Kapazität des Serologie-Labors begrenzt. Viertens ist bei einer Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern mit Mehrkosten durch Aufstellung von mehr Geräten und die Notwendigkeit der Beschaffung unterschiedlicher Verbrauchsmaterialien zu rechnen.
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