Speisenversorgung MHS
Description du marché
1 Einleitung Das Universitätsklinikum Münster (UKM) beabsichtigt die Durchführung eines Vergabeverfahrens zur Neuvergabe eines Rahmenvertrages über die Versorgung stationärer Patienten mit Speisen und Lebensmitteln für folgende Standorte: • UKM Marienhospital Steinfurt (ca. 200 Betten) • Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie Emsdetten (ca. 70 Patienten) Darüber hinaus ist das Café am Standort Steinfurt täglich mit Mahlzeiten für Mitarbeiter und Besucher zu versorgen. Vor Einleitung des Vergabeverfahrens führt das UKM ein Markterkundungsverfahren durch, um Erkenntnisse über die am Markt verfügbaren Leistungen, Konzepte und Anbieterstrukturen zu gewinnen. Wichtiger Hinweis: Dieses Markterkundungsverfahren dient ausschließlich der Informationsgewinnung und Vorbereitung eines möglichen Vergabeverfahrens. Es stellt keine Ausschreibung dar und begründet keinen Anspruch auf Beteiligung an einem späteren Vergabeverfahren. 2 Gegenstand der geplanten Leistung Gegenstand ist der Abschluss eines Rahmenvertrages über die vollumfängliche Versorgung mit Speisen und Lebensmitteln, einschließlich Produktion, Lieferung, Logistik sowie Bereitstellung erforderlicher Systeme. Die Leistung soll voraussichtlich in zwei Losen vergeben werden: • Los 1: Patientenversorgung Marienhospital Steinfurt (tablettierte Versorgung, Cook & Chill) • Los 2: Versorgung Klinik Emsdetten (Großgebinde, flexible Produktionsverfahren?) Geplante Vertragslaufzeit: 24 Monate mit der Option zur Verlängerung um zweimal jeweils 12 Monate. 3 Mindestanforderungen an potenzielle Auftragnehmer 3.1 Ausgereifte Produktions- und Logistikkonzepte • Beherrschung moderner Verpflegungssysteme (insb. Cook & Chill) • Sicherstellung durchgängiger Kühlketten und termingerechter Lieferung • Fähigkeit zur Versorgung in unterschiedlichen Systemen (tablettiert / Großgebinde) • Anlieferung tablettiert 3-mal täglich 3.2 Umfassendes Qualitäts- und Hygienemanagement • Verpflichtendes HACCP-Konzept • Etabliertes Qualitätsmanagementsystem • Nachweis funktionierender Prozesse zur: • Lebensmittelsicherheit • Hygieneüberwachung • Dokumentation und Auditfähigkeit 3.3 Hohe Anforderungen an Speisenqualität • Orientierung am DGE-Qualitätsstandard für Kliniken • Ausgewogene und abwechslungsreiche Speisepläne mit einem Rotationszeitraum von mindestens 5 Wochen, basierend auf ernährungsphysiologischen Anforderungen und an-erkannten Standards (z. B. DGE) • Tägliches Angebot von mindestens drei Menüs, bestehend aus Vollkost, angepasster Vollkost sowie vegetarischer Kost; optional ergänzend ein veganes Menü • Berücksichtigung von Diätkost und Sonderkostformen (nach vorliegendem Kostformkatalog) 3.4 Spezialisierte Zusatzkonzepte • Allergenmanagement inkl. Vermeidung von Kreuzkontamination • Notfall-/Havariekonzept zur Sicherstellung der Versorgung • Leistungsfähiges Menüerfassungssystem 3.5 Personalqualifikation • Einsatz von qualifiziertem Fachpersonal (z. B. Diätassistenz) • Regelmäßige Schulungen (insb. Hygiene) 4 Hinweis für Interessenten Von einer Teilnahme wird abgesehen, sofern: • keine belastbaren Referenzen im Klinikbereich vorliegen, • kein etabliertes HACCP-/QM-System existiert, • keine Erfahrung mit vergleichbaren Versorgungsstrukturen nachgewiesen werden kann. 5 Fragenkatalog Wir bitten interessierte Unternehmen um Beantwortung der folgenden Fragen: 5.1 Unternehmensprofil und Referenzen a) Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen kurz dar (Größe, Standorte, Leistungsspektrum). b) Über welche Erfahrungen verfügen Sie im Bereich der Krankenhausverpflegung? c) Benennen Sie Referenzen vergleichbarer Einrichtungen (inkl. Versorgungsumfang und Laufzeit). 5.2 Leistungskonzept a) Welche Verpflegungssysteme (z. B. Cook & Chill, Cook & Serve etc.) setzen Sie ein? b) Wie stellen Sie die Einhaltung der Kühlkette und Lieferzeiten sicher? c) Welche Logistik- und Versorgungskonzepte bieten Sie für: • tablettierte Versorgung • Versorgung in Großgebinden 5.3 Qualität und Hygiene a) Beschreiben Sie Ihr HACCP-Konzept sowie Ihr Qualitätsmanagementsystem. b) Wie gewährleisten Sie die Einhaltung gesetzlicher Hygienevorschriften und deren Dokumentation? c) Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -kontrolle setzen Sie ein? 5.4 Ernährungskonzept a) Wie stellen Sie eine ausgewogene und den DGE-Standards entsprechende Verpflegung sicher? b) Welche Erfahrungen haben Sie mit Diätkost und medizinisch indizierten Sonderkostformen? c) Wie gestalten Sie Speisepläne hinsichtlich Abwechslung, Regionalität und Saisonalität? 5.5 Spezialthemen a) Wie ist Ihr Allergenmanagement organisiert (insb. Vermeidung von Kreuzkontamination)? b) Verfügen Sie über ein Notfall- bzw. Havariekonzept? Bitte beschreiben Sie dieses. c) Welche digitalen Systeme (z. B. Menüerfassungssysteme) setzen Sie ein?
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