Tragwerksplanung
Description du marché
Gegenstand der Beschaffung sind die Planungsleistungen der Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI. Geplant ist die Vergabe der Leistungsphasen 1 bis 6 gemäß § 51 HOAI, wobei in einer ersten Stufe die Leistungsphasen 1 bis 4 vergeben werden sollen. Alle weiteren Leistungsphasen sind optional und sollen stufenweise beauftragt werden. Der vorliegende Auftrag umfasst die Grundleistungen der vorgenannten Planungsleistungen der folgenden Leistungsphasen: Lph 1 Grundlagenermittlung Lph 2 Vorplanung Lph 3 Entwurfsplanung, Lph 4 Genehmigungsplanung. Der Auftraggeber behält sich vor, folgende Leistungsphasen stufenweise zu vergeben: Lph 5: Ausführungsplanung, Lph 6: Vorbereitung der Vergabe. 300er Kosten = 2.400.574 € 400er Kosten = 1.028.817 € a. Situation und Ortsbild Wesentliche Merkmale des Grundstücks sind die topographische Situation (starkes Gefälle) und die derzeit vorhandene "Hinterhausbebauung" des Kirchengrundstücks. Der bestehende Kindergarten ist seitlich zum Kirchengebäude angeordnet und wurde im Laufe der Zeit erweitert und umgebaut. Hinter dem Kirchengebäude befindet sich das Gemeindehaus, das im Erdgeschoss den Gemeindesaal sowie die dazugehörige Infrastruktur aufnimmt. Im Untergeschoss (Hanggeschoss) ist im Wesentlichen das Gemeindearchiv untergebracht. In der jetzigen Situation wird das Kirchengebäude aufgrund der An- und Umbauten des alten Kindergartens eingeengt Das Gemeindehaus ist von der Straße her nicht wahrnehmbar, die Zugangssituation der einzelnen Gebäude ist diffus und ohne Ortskenntnisse nicht nachvollziehbar. b. Bestandsgebäude Das bestehende Gebäude ist durch Wasserschäden (Dach) und den damit verbundenen Leerstand nachhaltig beschädigt, so dass es aus wirtschaftlicher Sicht zielführend ist, einen Rückbau der Erweiterungsbauten (Straßenseite) zu verfolgen, um eine möglichst wirtschaftliche und funktionale Lösung zu erreichen. Eine Aufstockung wäre aus statischer Sicht ausschließlich in Leichtbauweise (Holzbau) möglich, dies ist allerdings aufgrund der Grenzbebauung (erforderliche Brandwand) auszuschließen. Darüber hinaus sind die Fundamente und deren Tragfähigkeit final derzeit nicht abzuschätzen. Im angrenzenden Bereich zum Kirchengebäude und zum Gemeindehaus sind die Abstände aus brandschutztechnischer Sicht nicht eingehalten (Brandüberschlag), an dieser Stelle ist ein teilweiser Rückbau notwendig. Zum Umbau und zur Umnutzung ist das ursprüngliche Kindergarten - Gebäude geeignet, eine Aufstockung ist nicht zielführend, da in diesem Fall die Fundamentierung dafür nicht ausreichend vorhanden ist. c. Gesamtkonzeption Der Entwurf folgt den Randbedingungen der Voruntersuchungen: Auf eine Aufstockung des Bestandsgebäudes wird aus statischen und brandschutztechnischen Gründen verzichtet. Das Bestandsgebäude wird teilweise zurück gebaut und teilweise umgebaut. Die zusätzlich benötigten Flächen werden im Kontext und der Fortführung der "Hinterhausbebauung" des Gemeindehauses angeboten. Dadurch entsteht eine Gesamtanlage die sich gestalterisch wie funktional wie folgt darstellt: Im Bereich der Straße entsteht ein Vorplatz mit Parkmöglichkeiten, das Kirchengebäude wird freigestellt, so dass die Straße eine Aufwertung erfährt, indem ein "Kirchenplatz entsteht, der der Straßenrandbebauung das Wesen einer Durchfahrtsstraße nimmt und die Eigenart der "Sondernutzung" (Kirche, Gemeindehaus, Kindertagesstätte) widerspiegelt. Das alte Kindergartengebäude, das Gemeindehaus und der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte werden in einem Gebäudeensemble zusammengeführt, indem ein Verbindungssteg erstellt wird, der das Gebäudeensemble zusammenfasst. Der Steg und die darunter befindlichen Freiflächen reflektieren den derzeitigen Zustand des Gebäudes im Grünen, da diese neuen Bewegungsflächen von den vorhandenen Hochgrüns und den zu pflanzenden Bäumen eingerahmt werden. Im vorderen Bereich (alter Kindergarten) ist bei dem vorliegenden Entwurf der Speiseraum vorgesehen sowie der Hauswirtschaftsraum und ein Behinderten-WC. Der Eingang zum eigentlichen Betreuungsbereich ist über den neuen Steg im hinteren Gebäudeteil zu erreichen. d. Raumprogramm Geplant sind 3 Kindergartengruppen (3 - 6 Jahre), eine altersgemischte Gruppe und eine Krippengruppe. Das Raumprogramm des Ministeriums für Bildung und Kultur ist im Wesentlichen abgebildet, weitergehende Abstimmungen sind erforderlich. e. Einbindung in die Umgebung und Freianlagen Der Erweiterungsbau ersetzt den jetzigen naturnahen Außenspielbereich diesen mit einer vielschichtigen Anlage, die der Idee der "Kindertagesstätte im Grünen" gerecht wird. Das angrenzende Grundstück sollte als Fläche für das Außenspielgelände erworben werden, eine Feuerwehrzufahrt über das Feuerwehrgelände wird nach derzeitigem Kenntnisstand notwendig werden. Gleichzeitig wird diese Zufahrt für die Bauarbeiten notwendig sein und damit sicherstellen, dass das Gemeindehaus während der Bauphase erreichbar ist. Bauzahlen Nutzfläche (NF) 685,22 m² Bruttogeschossfläche (BGF) 1.446,12 m² Bruttorauminhalt (BRI) 5.420,95 m³
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