VgV Kandinskyallee - Objektplanung gem. §§ 33 HOAI und Freianlagen gem. §§ 38 HOAI - Finale Angebotsphase
Description du marché
Mit dem neuen Multifunktionsgebäude soll ein modernes, barrierefreies Gebäude geschaffen werden, das eine bedarfsgerechte Angebotsstruktur insbesondere für Kinder, Jugendliche, Eltern mit Kleinkindern und Senioren bietet. Durch die Entwicklung vielfältiger Angebote und verschiedener Nutzungsmöglichkeiten zielt das Projekt darauf ab, soziale sowie sportbezogene Aktivitäten zu fördern. Zusätzlich sollen bildende Angebote wie Hausaufgabenhilfe und Sprachkurse angeboten werden, um die Integration zu unterstützen. Das Ziel ist eine Erweiterung des Bewegungsangebots, die Bereitstellung von Raum für soziale Infrastruktur sowie die Schaffung eines Hauses für alle in Mümmelmannsberg zur Förderung der kulturellen Vielfalt. Das Multifunktionsgebäude soll als Begegnungsort dienen und die Identifikation mit dem Stadtteil Mümmelmannsberg stärken. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf eine hohe Gestaltungsqualität und Funktionalität gelegt, die im weiteren architektonischen Verfahren ausgearbeitet werden sollen. Ein ökologischer Vorbildcharakter steht im Fokus, um den Anforderungen des Klimaschutzgesetzes und den Bauqualitätsansprüchen gemäß den Förderkriterien des Bundes gerecht zu werden. Die Bruttogrundfläche des zweigeschossigen Gebäudes ohne Keller beläuft sich auf etwa 635 m² (BGF). Im Erdgeschoss sind ein Empfangsbereich, Büros, Beratungs- und Konferenzräume sowie eine Küche und ein Café-Bereich geplant. Das Obergeschoss sieht einen Sport-Mehrzweckraum von ca. 180 m² vor, der in drei kleinere Räume unterteilbar ist. Es soll ein Umkleideraum realisiert werden, in dem das Umkleiden geschlechterunabhängig möglich ist. Die Barrierefreiheit soll durch die Integration eines Aufzugs zusätzlich zu dem geplanten Treppenhauses sichergestellt werden. Das Gebäude soll in modularer Bauweise konzipiert werden, welche nutzungsbedingte Veränderungen garantiert und somit Multifunktionalität (durch das Versetzen von Wänden) und Raumflexibilität ermöglicht. Die Recycelbarkeit der Baumaterialien, die Nutzung von nachhaltigen Baustoffen im Hinblick auf CO2-Emissionen, Gesundheit (schadstofffrei) und Ressourcen (z.B. Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen) sind zentrale Aspekte des Entwurfs. Die Ausführung soll vorzugsweise in Holzrahmenbauweise erfolgen. Die Realisierung des Projekts (Leistungsphasen 5-9) ist im Rahmen einer GU-Vergabe (Totalunternehmer) geplant. Die Technische Gebäudeausrüstung soll anhand eines Konzeptes festgelegt und beschrieben und im Rahmen der Angebotsaufforderung in Form einer Kostenschätzung beziffert werden. Die mit der Beauftragung des GU verbundene Leistungsreduzierung für das Planungsbüro führt zur Reduzierung des zu kalkulierenden Aufwands in einigen Leistungsphasen (siehe anliegendes Vertragsmuster mit ergänzenden Informationen zur Einschätzung der Honorarzone, den zu beauftragenden Leistungsphasen, den anrechenbaren Kosten, den Nebenkosten, den Versicherungsansprüchen und terminlichen Vorstellungen. Es ist vorgesehen, die Leistungen in zwei Stufen (Stufe 1: LPH 1-4, Stufe 2: LPH 5-9) zu beauftragen. Stufe 1 beinhaltet die Leistungen der Grundlagenermittlung bis einschließlich die Leistungen der Genehmigungsplanung (LPH 1-4), Stufe 2 umfasst die Leistungen der der Ausführungsplanung bis einschließlich Objektbetreuung (LPH 5-9) auf Grundlage der Anlage 10 HOAI 2021 (Gebäude und Innenräume) sowie § 34 HOAI (Leistungsbild Gebäude und Innenräume) und § 39 HOAI (Leistungsbild Freianlagen). Mit Zuschlagserteilung wird die Stufe 1 beauftragt. Die Beauftragung der weiteren Stufe erfolgt optional, unter Vorbehalt einer positiv geprüften Bauunterlage des Bundes und der erforderlichen Haushaltsmittelbereitstellung aus der Bundesförderung. Ein separates TGA-Fachplanungsbüro soll nicht beauftragt werden. Es ist ein Konzept zu erstellen, welches durch den späteren GU mittels Werkplanung umgesetzt und ausgeführt werden soll. Dieser Sachverhalt der Konzepterstellung wird entsprechend über besondere Leistungen vergütet. Das Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro konsalt Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung mbH unterstützen und beratend begleiten.
Pouvoir adjudicateur
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