VgV Technische Ausrüstung HLS
Description du marché
Der Gemeinderat Gräfelfing hat beschlossen, auf dem Gelände der Alten Brauakademie (ehemaliges Doemens Areal) bezahlbarer Wohnraum zu realisieren und hat auf der Grundlage einer städtebaulichen Untersuchung zur Entwicklung des Grundstücks Stefanusstraße 8 einen Bebauungsplan aufgestellt. Dieser ermöglicht eine nachhaltige Weiterverwendung von bestehender Bausubstanz (vorhandenes Schulungsgebäude aus den 70er und nachgenutztes historisches Wohngebäude) und den vollständigen Erhalt und Schutz der bestehenden Bäume, sowie eine Entsiegelung von Flächen. Realisiert sollen insgesamt 3.300 m² Geschossfläche auf 1.300 m² Grundfläche. Für die Realisierung eines gemeinschaftsorientierten Wohnprojekts mit unterschiedlichen Wohnformen, wurde das Grundstück an die Gemeindebau Gräfelfing GmbH vergeben. Zur Optimierung der Planung hat der Auftraggeber einen Realisierungswettbewerb durchgeführt. Als Information liegen die Wettbewerbsbeiträge der ersten drei Preisträgers der Bekanntmachung bei. Als weitere Information liegt der Bekanntmachung eine Schadstoffuntersuchung sowie eine Stellungnahme zur Bausubstanz bei. Der Gebäudebestand ist energetisch und in Hinsicht auf die technische Gebäudeausrüstung sanierungsbedürftig und wird entkernt. Für die zukünftige Wohnnutzung wird der Bestand teilweise umstrukturiert und erweitert. Es wird das Ziel verfolgt, durch eine nachhaltige und innovative Sanierung des Bestands sowie der Erweiterung einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz zu leisten: Gesucht werden demnach richtungsweisende Entwürfe, denen es gelingt, mit einem möglichst geringen Einsatz von Energie und Ressourcen (u.a. durch Suffizienz- und Effizienzstrategien) die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit, Gebrauchstauglichkeit, Multifunktionalität und Architekturqualität zu erzielen. Das Gebäude soll Ressourcen schonen, Stoffkreisläufe berücksichtigen (recyclinggerechte Konstruktion), Gesamtverbräuche reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien maximieren. Darüber hinaus soll es klimaresilient, bedarfsgerecht, betriebssicher und robust sein. Hierbei werden innovative Lösungsansätze erwartet und gefördert. Für die Erweiterungsbauten ist eine Holz/ Holz-Hybridbauweise angestrebt. Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9 für die Sanierung und die Erweiterung. Die Beauftragung erfolgt nach § 55 HOAI stufenweise. Im Auftragsfall wird als erste Stufe die Leistungsphasen 1 und 2 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden entsprechend HOAI Anlage 15 „Objektliste Technische Ausrüstung“ die Honorarzonen für die Anlagengruppen wie folgt eingestuft: Anlagengruppe 1, 2, 3 – Honorarzone II; Anlagengruppe 8 – Honorarzone III. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht der Auftraggeber von folgenden Kostenansätzen (netto) aus: — KGR 410 ca. 526.000 EUR; — KGR 420 ca. 490.000 EUR; — KGR 430 ca. 133.000 EUR; — KGR 480 ca. 75.000 EUR. Der Planungsbeginn erfolgt unmittelbar nach der Auftragserteilung im Januar 2025. Mit der Durchführung der Baumaßnahme soll ab Anfang 2026 (Baufeldräumung Januar 2026, Rohbaubeginn September 2026) begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahme soll im Dezember 2028 und die Nutzungsaufnahme im Januar 2029 erfolgen.
Pouvoir adjudicateur
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