Wartburgkreis, Sanierung der Thüringer Gemeinschaftsschule in Treffurt, Tragwerksplanung
Description du marché
Der Wartburgkreis plant die Sanierung des Schulkomplexes Treffurt als gemeinsamen Standort der Staatlichen Grundschule und der Staatlichen Regelschule Treffurt. Auf Grund der nicht ausreichenden Raumkapazitäten in der Grundschule sind die Klassenstufen 3 und 4 aktuell bereits schon in das Gebäude der Regelschule ausgelagert. Damit verbunden ist ein organisatorischer Mehraufwand für die Grundschule in Form von Wegezeiten für Lehrer und Schüler zum Unterricht, Hortbesuch und Mittagessen. Vor dem Hintergrund des Denkmalschutzes für das Gebäude der Grundschule und aufgrund des Schulgrundstückes ist eine bedarfsgerechte Erweiterung der Grundschule nicht möglich. Dem entgegen hat das Gebäude der Regelschule hinreichend Fläche, um den notwendigen Raumbedarf für alle Jahrgangsstufen abzubilden. In diesem Zusammenhang bedürfen die bisherigen Regelschulgebäude zunächst einer grundhaften Sanierung, um einerseits den Anforderungen an modernen Unterricht gerecht zu werden und andererseits die Räume für die Primar- und Sekundarstufe I speziell zu gestalten. Gemäß dem Beschluss des Kreistages des Wartburgkreises vom 16.04.2024 wurde beschlossen, die Grund- und Regelschule Treffurt gemäß §§ 6a und 13 Thüringer Schulgesetz in eine Thüringer Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Diese Umwandlung tritt mit dem Schuljahr 2024/2025 in Kraft und umfasst die Klassenstufen 1 bis 10. Durch diesen Beschluss wird die bisherige Struktur der Schulformen in Treffurt zugunsten einer integrierten Gemeinschaftsschule aufgehoben, die eine durchgängige Bildung von der ersten bis zur zehnten Klasse ermöglicht. Die Thüringer Gemeinschaftsschule verfolgt das Ziel, eine engere Verzahnung der Bildungsstufen und eine verbesserte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Nach derzeitiger Einschätzung mit Blick auf die Schüler- und Klassenzahlentwicklung, aber auch die Überlegung, die bestehenden Schulbezirke der Grund- und Regelschule Treffurt einschließlich umliegender Schulen zukunftsorientiert zu verändern, ist eine Sanierung und der Umbau der Turnhalle notwendig, um alle für die künftige Gemeinschaftsschule erforderlichen Raumbedarfe abbilden und die Barrierefreiheit für den zukünftigen Schulkomplex herstellen zu können. Das Ensemble des Schulstandortes besteht aus dem historischen Schulgebäude (ehemaliges Gerichtsgebäude, Anfang 20. Jh., Einzeldenkmal), einem Erweiterungsbau von 1993 und einem ebenfalls denkmalgeschützten Nebengebäude (ehemalige Turnhalle, derzeit wegen mangelnder Standsicherheit gesperrt). Die beiden Schulgebäude sollen nach der geplanten Sanierung künftig die Gemeinschaftsschule beherbergen, die ehemalige Turnhalle soll zu einem Hortgebäude mit den Funktionen Aula / Mensa und Horträumen umgebaut werden. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt während des laufenden Schulbetriebs, was eine detaillierte Planung und enge Abstimmung mit dem Schulbetrieb auch bei der Ausführung erfordert. Diese Umstände sind zu berücksichtigen und in das Honorar einzukalkulieren. Das Vorhaben wird über zwei unterschiedliche Förderprogramme realisiert: 1. Schulinvestitionsprogramm Thüringen (Schulbauförderrichtlinie Thüringen): - Sanierung und barrierefreie Erschließung des Schulgebäudes sowie Umgestaltung der Außenanlagen im Grundschulbereich - voraussichtliche Gesamtkosten (KG 200-700): 3.691.376,00 € 2. Investitionsprogramm Ganztagsausbau Thüringen (GanztagsInvest-Richtlinie II): - Generalsanierung der „Alten Turnhalle“ zur Nutzung als Hortgebäude - voraussichtliche Gesamtkosten (KG 200-700): 3.638.620,00 € Die Anforderungen des Fördermittelgebers und die jeweiligen Richtlinien sind zwingend einzuhalten. Sämtliche bauliche Maßnahmen an der denkmalgeschützten Bausubstanz sind mit den Denkmalschutzbehörden abzustimmen. Die vorbeschriebene Sanierung soll in enger Zusammenarbeit mit dem Wartburgkreis, den Vertretern der Fachbehörden und anderen fachlich an der Planung Beteiligten denkmalgerecht, genehmigungsfähig und nachhaltig entwickelt werden. Insgesamt sind mit der Maßnahme ca. 4.900 m² Bruttogrundfläche zu bearbeiten. Als Kostenobergrenze sind 6.700.000,- € (brutto) für die Kostengruppen 200 bis 600 gemäß DIN 276 festgelegt. Die Planung ist auf die Kostenobergrenze auszurichten. Gegenstand der ausgeschriebenen Planungsleistung ist die Tragwerksplanung nach §§ 49 ff HOAI 2021 und Anlage 14.
Pouvoir adjudicateur
Comment répondre
Recevoir les prochains marchés Architecture, ingénierie & conseil technique en Allemagne par email
Alerte quotidienne · 7 000 nouveaux marchés/jour
Pas de spam · Désabonnement en 1 clic