Zugangsnetz für den IP-basierten BOS-Digitalfunk in Thüringen
Description du marché
Der Vergabegegenstand ist das IP-fähige Zugangsnetz des Freistaates Thüringen. Das Zugangsnetz muss die Einbindung aller Thüringer Basisstationsstandorte in das BOS-Digitalfunknetz gewährleisten. Einzubinden sind 185 Basisstationen sowie 8 Basisstationen für Objektversorgungen. Die Basisstationsstandorte sind sukzessive mit dem Kernnetz des bundesweiten BOS-Digitalfunknetzes über eine Glasfaserinfrastruktur in Form eines P2MP-L2VPN nach einem vom Auftraggeber festgelegten Zeitplan zu verbinden. Die zukünftige Auftragnehmerin hat ihre Leistungen im Wesentlichen mit eigener Infrastruktur zu erbringen. Vereinzelt erfolgen Beistellungen durch den Auftraggeber. Die Übermittlung des Datenverkehrs muss bei Stromausfall für 72 Stunden gewährleistet sein (Netzhärtung). Die Netzhärtung an den Basisstations- und Kernnetzstandorten liegt in der Verantwortung des Auftraggebers. Die Einbindung der Standorte erfolgt sukzessive ab November 2026 bis voraussichtlich Ende 2029. Vergeben wird ein Rahmenvertrag, nach dem die einzelnen Standorte einzubinden sind. Über die Einbindung jedes Standorts wird ein Einzelvertrag abgeschlossen. Der Rahmenvertrag läuft sieben Jahre. Die Einzelverträge können während einer Übergangsphase länger laufen, um eine sukzessive Ablösung der Einbindungen am Vertragsende zu ermöglichen. Bereitzustellen sind zudem Netzabschlussgeräte an den zwei Standorten, an denen das Zugangsnetz mit dem Kernnetz verbunden ist, und Netzabschlussgeräte an den Basisstationen. Neben den Ports zum Betrieb des BOS-Digitalfunk müssen die Netzabschlussgeräte an den Basisstationen über je drei Ports verfügen, die für landeseigene Dienste genutzt werden können und deren Freischaltung optional beauftragt werden kann. Zur Pilotierung muss die Auftragnehmerin standortübergreifende, hochverfügbare, das heißt redundante, Verbindungen zwischen den beiden Kernnetz-Standorten und deren Übergabepunkten bereitstellen. Die hierzu erforderliche Bandbreite muss in der Lage sein, den gesamten Verkehr zur Partnervermittlungsstelle zu führen. Die Bereitstellung der Infrastruktur ist als Projekt zu organisieren; es sind übliche Projektorganisationsmethoden anzuwenden. Die erforderliche Infrastruktur zur Einbindung der Basisstationen ist dem Auftraggeber zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Umfasst von der vertragsgegenständlichen Leistung ist zudem der Betrieb der erforderlichen Infrastruktur sowie die Sicherstellung der Verfügbarkeit und der Störungsbehebung gemäß festgelegter Service Level. Bestimmte Daten im Zusammenhang mit der Bereitstellung betreffen in besonderem Maße die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland. Zum Teil sind diese Daten als Verschlusssachen eingestuft, in der Mehrheit als „Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD). Die AN verwahrt und verwaltet die sicherheitsrelevanten Daten in einem geschützten Bereich, welcher den einschlägigen Sicherheitsanforderungen an den Geheimschutz genügt (Sicherheitsumgebung). Nur in einer Sicherheitsumgebung darf eine Vielzahl der sicherheitsrelevanten Daten offen / nicht pseudonymisiert einsehbar sein. Die Kommunikation mit dem Auftraggeber erfolgt auf Deutsch. Die Mitarbeiter müssen über ein ausreichendes Sprachniveau verfügen (C1).
Pouvoir adjudicateur
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